Nach der Korrektur 2023 und 2024 ist der Boden gefunden: Bestandswohnungen legten 2025 rund sechs Prozent zu, 2026 stabilisiert sich der Markt. Entscheidend ist, was nicht mehr auf den Markt kommt.
Gianni Lünser · 4. Sept. 2026 · 6 Min.
Nach der Korrektur 2023 und 2024 ist der Boden gefunden: Bestandswohnungen legten 2025 rund sechs Prozent zu, 2026 stabilisiert sich der Markt. Entscheidend ist, was nicht mehr auf den Markt kommt.
Nach den Preisrückgängen von rund fünf Prozent (2023) und drei Prozent (2024) stiegen die Transaktionspreise für Bestandswohnungen 2025 um etwa sechs Prozent auf durchschnittlich 5.290 €/m²; für 2026 erwarten Marktbeobachter ein Plus von zwei bis drei Prozent. Eigentümer, die 2021 und 2022 abgewartet haben, warten weiter; Neubau kommt kaum nach. Die Nachfrage ist dagegen zurück: Zinsen um 3,5 Prozent und gestiegene Einkommen bringen Käufer zurück, die 2023 ausgestiegen waren.
Mitte führt mit rund 7.080 €/m² (Transaktionspreise Bestand, Q1 2026), Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf folgen zwischen 5.600 und 5.800 €/m². Am günstigsten bleiben Marzahn-Hellersdorf mit 3.220 €/m² und Spandau mit 3.340 €/m². Die stärkste Dynamik zeigen Pankow und Lichtenberg.
Marktgerecht eingepreiste Immobilien erreichen bei uns im Durchschnitt nach rund drei Monaten den Notartermin. Objekte, die deutlich über dem realistischen Wert starten, brauchen erfahrungsgemäß deutlich länger und werden am Ende häufig unter dem ursprünglichen Marktwert verkauft.
Wir rechnen mit einem Preisanstieg zwischen zwei und drei Prozent für gut gelegene Bestandswohnungen, einer Seitwärtsbewegung bei unsanierten Objekten mit Energieklasse F bis H und weiter knappem Angebot bei Häusern innerhalb des S-Bahn-Rings.
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