Ein Online-Rechner liefert in drei Minuten eine Zahl. Warum diese Zahl ein guter Anfang, aber keine Verkaufsgrundlage ist und was eine Bewertung vor Ort zusätzlich leistet.
Fabian Paegel · 2. Okt. 2026 · 5 Min.
Ein Online-Rechner liefert in drei Minuten eine Zahl. Warum diese Zahl ein guter Anfang, aber keine Verkaufsgrundlage ist und was eine Bewertung vor Ort zusätzlich leistet.
Online-Bewertungen arbeiten mit Durchschnittswerten aus Angebots- und Transaktionsdaten. Für eine erste Orientierung sind sie hilfreich, gerade wenn Sie noch nicht wissen, ob ein Verkauf überhaupt in Frage kommt. Die Spanne ist allerdings oft breit, weil der Rechner Ihre Wohnung nie gesehen hat.
Zwischen zwei Wohnungen im selben Haus können zehn bis zwanzig Prozent Preisunterschied liegen: Etage, Licht, Balkonausrichtung, Grundriss, Zustand von Bad und Küche, Lärm vom Hof oder von der Straße. Dazu kommen Faktoren aus den Unterlagen, etwa geplante Sonderumlagen der Eigentümergemeinschaft oder eine schwache Energieklasse.
Portale zeigen, was Verkäufer verlangen, nicht, was Käufer zahlen. Wir vergleichen mit tatsächlich beurkundeten Preisen und mit unseren eigenen Abschlüssen im Bezirk. Ein zu hoher Startpreis verlängert die Vermarktung und endet erfahrungsgemäß oft unter dem Wert, den ein realistischer Start erzielt hätte.
Sie geben online die Eckdaten ein und erhalten eine erste Spanne. Danach kommt eine Beraterin oder ein Berater zu Ihnen, sieht sich die Immobilie an und erläutert Ihnen den realistischen Korridor und wovon er abhängt. Das ist kostenfrei und verpflichtet Sie zu nichts, auch wenn Sie am Ende nicht verkaufen.
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